Bern, 12. Januar 2021

Eine breite Allianz aus Jungparteien setzt sich für das neue CO2-Gesetz ein


Das Referendumskomitee aus Öl- und Gaslobby reicht heute die Unterschriften gegen das revidierte CO2-Gesetz ein. «Das CO2-Gesetz ist der erste Schritt auf der langen Reise zur Klimafreundlichkeit. Diese Reise müssen wir beginnen. Und zwar heute.», bekräftigt Tobias Vögeli, Co-Präsident der Jungen Grünliberale (JGLP). Je länger mit Massnahmen gewartet wird, desto teurer werden die wirtschaftlichen und ökologischen Kosten. «Die Erdöl-Lobby hat schon zu lange Profit auf unsere Kosten gemacht. Es ist Zeit, uns von der zerstörerischen fossilen Energie zu befreien. Das CO2-Gesetz gibt die richtigen Anreize, in erneuerbare Energien zu investieren.», so Dominic Täubert, Co-Präsident der Jungen EVP. Die Jungparteien erwarten eine hohe Zustimmung des Stimmvolkes zum CO2-Gesetz, welches weitergehende Klimaschutz-Massnahmen ermöglichen wird.

Mit dem CO2-Gesetz ist ein erster Schritt zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens getan, in welchem sich die Schweiz gemeinsam mit 174 anderen Staaten dazu verpflichtet hat, die globale Erwärmung auf deutlich unter 2 °C und möglichst 1.5°C zu begrenzen. Das Gesetz schafft konkrete Anreize für die Wirtschaft und die Bevölkerung, um in erneuerbaren Energien und nachhaltige Mobilität zu investieren. Beispielsweise werden Nachtzüge finanziell unterstützt, die Elektromobilität gefördert, Erdölheizungen sollen ersetzt und Gebäude renoviert werden. “Das neue CO2-Gesetz ist griffig, wirksam und zukunftsgerichtet. Es ist notwendig, um das Ziel Netto-Null bis 2050 zu erreichen. Wir Jungen wissen, dass wir vorwärts machen müssen und keine Zeit mehr verlieren dürfen. Es geht um unsere Zukunft.”, sagt Sarah Bünter, Präsidentin der Jungen Mitte.

Das neue CO2-Gesetz wird von fast allen Parteien und der Mehrheit der fortschrittlichen Wirtschaftsverbände unterstützt. Angesichts der Schwere der Klimakrise ist dieses Gesetz eine gemässigte Antwort. «Das CO2-Gesetz ist unzureichend. Doch ein klares JA ist die Grundlage für den Kampf für ernsthaften Klimaschutz.», bestärkt Julia Küng, Co-Präsidentin der Junge Grünen. Umso stossender ist darum die Unterstützung der Auto- und Erdöllobby für das Referendum. Statt sich für die Zukunft der nächsten Generation einzusetzen und in eine nachhaltige Wirtschaft zu investieren, kämpft die Erdöl-Lobby für den Erhalt des Status Quo.

Die Jungparteien erhoffen sich eine Schweiz, die Verantwortung übernimmt als international vorausdenkender, nachhaltiger Wirtschafts- und Forschungsstandort und die eigenen CO2-Emissionen endlich reduziert, statt mit dem Finger auf das Ausland zu zeigen. Eine Schweiz, welche sich um den Erhalt ihrer einzigartigen und empfindlichen Naturlandschaft in den Alpen sorgt und die Gletscher vor dem Verschwinden bewahrt. «Die Ablehnung des vorliegenden CO2-Gesetz wirft die Klimapolitik der Schweiz um Jahre zurück - und diese Zeit können wir uns nicht leisten.», warnt Remo Zuberbühler, Präsident Junge BDP Schweiz.

Kontaktdaten

Sarah Bünter, Präsidentin Die Junge Mitte, 079 658 81 18
Remo Zuberbühler, Präsident JBDP, 079 398 93 91
Dominic Täubert, Co-Präsident JEVP, 079 913 22 58
Tobias Vögeli, Co-Präsident JGLP, 078 743 53 99‬
Julia Küng, Co-Präsidentin Junge Grüne, 077 475 82 66‬
Nikolai Orgland, Kampagnenleiter Jungallianz Klima, 076 407 37 92